Alternative Heizsysteme

Es muss ja nicht direkt ein Wasserrad sein … aber besser als ne Ölpumpe geht es alle mal.

Monatsarchiv für May, 2008

Pellets sind wieder attraktiv

Der Kurrier schreibt:

“Die Pelletspreise sind nach dem Höhenflug Anfang des Vorjahres deutlich gefallen. Ich rechne auch nicht mit einem dramatischen Sprung nach oben in den nächsten Monaten”, sagt Reinhard Wolf, Geschäftsführer der Raiffeisen Ware Austria-Tochter Genol. 175 Euro je Tonne kosten Pellets derzeit.

Pellets kosten damit ca. 1/3 im Verhältnis zu Heizöl. Sechs Tonnen Pellets kosten 1050 EUR, was 3000 Liter Heizöl für 2910 EUR entspricht.

Gab es vor zwei Jahren noch die Sorge, dass das Pelletsangebot die Nachfrage nicht decken könne, ist der Markt jetzt von Überproduktion geprägt. “Es gibt jede Menge Rohstoffkapazität frei”, sagt Wolf. 750.000 Tonnen Pellets werden in Österreich heuer produziert, 500.000 werden verbraucht, der Rest geht in den Export. “Von Knappheit sind wir weit entfernt”, betont der Genol-Chef.

Die Lagerhäuser hätten zudem die Kapazität für Pellets-Einlagerung auf 25.000 Tonnen und die Spezial-Lkw-Flotte auf 50 Stück erhöht. Lieferprobleme sollte es daher nicht geben.

Pellets wir kommen. Obwohl ich ja noch nicht so begeistert bin immer wieder Pellets nachzuladen.

Wie komme ich weg von Öl und Gas?

Der Tagesanzeiger in der Schweiz schreibt:

Viele Hausbesitzer, die ihre Liegenschaften mit Öl beheizen, schockt der hohe Richtpreis von mehr als 140 Franken pro 100 Liter schwefelarmes Öko-Heizöl bei einem Bezug von 3000 bis 6000 Litern. Der Preis hat sich in zwölf Monaten fast verdoppelt, seit 2004 verdreifacht.

Erstmal muss ich da was los werden. Liegenschafter? Die Schweizer sind geil. :) Aber weiter im Text.

«Öl- und Gasheizungen sind vorbei, alles andere finden die Leute gut», stellt Stritz fest. «Für viele ist der Ölbrenner im Keller ein Problem. Sie wollen vermehrt Beratung. Denn die Ölpreise sind mit der Zeit nicht mehr bezahlbar», ist Stritz überzeugt. Auch Herbert Wyss, Chef Anlagenbau bei der in Winterthur domizilierten Energietechnikfirma Axima meint: «Die Schmerzgrenze ist erreicht, viele Leute machen jetzt die Rechnung.»

Eine Wärmepumpe ist zwar 2-3 Mal so teuer wie eine Gasheizung, aber langfristig soll sich das ganze rechnen. Bei Wärmepumpen sind die Kostet ein drittel, mit Ersonde ein sechstel. Das ist doch mal was. Pelletsheizungen bringen die Kosten übrigens auf 40% runter.

Elektrische Wärmepumpen für mehr Wärme

P.M. berichtet:

Der Mensch mag es mollig. Für Wohlfühltemperaturen in Haus und Wohnung sorgen hauptsächlich Öl und Gas. Diese Brennstoffe aber liefert die Natur nicht beliebig nach. Steigende Nachfrage lässt die Preise explodieren. Zudem entstehen beim Verbrennen Kohlendioxid (CO2) und andere Treibhausgase, welche die weltweite Erwärmung ankurbeln. Eine mögliche Alternative sind elektrische Wärmepumpen. Sie ziehen Energie aus der Umwelt und schützen diese zugleich: Solch ein Wärmesystem pustet deutlich weniger Abgas in die Luft als herkömmliche Heizungsanlagen.

Damit schlägt man also scheinbar zwei Fliegen mit einer Klappe. Man braucht weniger Heizöl/Gas und verbrennt weniger CO2. Eine Wärmepumpe funktioniert eigentlicht wie ein Kühlschrank, nur anders herum. Wenn etwas gekühlt wird, fällt wärme ab. Anders gehts nicht weil man Energie nicht in Luft auflösen kann und Wärme ist auch Energie. Bei einer Wärmepumpe ist diese Energie nicht Abfall wie beim Kühlschrank sondern Sinn und Zweck. So zirkuliert ein Kältemittel durch ein Rohrsystem das Wärme aus der Umgebung abzieht und diese an das Heizsystem wieder abgibt. In dem Heizsystem wird das Kältemittel gasförmig und über Druck wird es zusammengepresst.

Einfach merken tut man das beim Aufpumpen eines Fahrradreifens. Wenn man schnell pumpt wird die Luftpumpe warm. Der Effekt kommt daher das die Teilchen stärker aneinander reiben und somit Wärme entsteht. Aus warm wird wärmer.

Irgendwie muss diese Heizung jedoch betrieben werden.

Keine Öltanks mehr in Garten oder Keller, auch ein Schornstein ist überflüssig, denn verbrannt wird nichts. Ein gewöhnlicher Heizungsbrenner spuckt im Jahr etwa 2,5 Tonnen Kohlendioxid aus, eine Wärmepumpe vor Ort gar nichts. Der Betrieb allerdings läuft elektrisch. Das erhöht die Nachfrage nach Kohlestrom, melden Kritiker an. In der Summe aber stößt die Wärmepumpenheizung knapp 60 Prozent weniger Treibhausgas aus als eine Ölheizung und immerhin fast 40 Prozent weniger als ein Gasbrenner, halten die Hersteller dagegen.

Die Teile sind zwar teuer aber der Staat unstützt das Nachrüsten eines existierenden Hauses mit bis zu 3000 EUR. Nochmal 750 EUR gibt es für eine Solaranlage. Ich glaube langsam ich brauche einen Rechner :)

Alternative Heizsysteme lohnen sich

Das ganze berichtet das Internet Portal der Schwäbischen Zeitung hier.

Beim Thema “Heizsysteme der Zukunft” aus der vom Arbeitskreis Energie organisierten Vortragsreihe hat Lothar Wollank von der Firma Buderus vergangenen Donnerstag im voll besetzten Martin Luther Gemeindehaus referiert. Der Referent und Karl Welte vom Arbeitskreis sind sich einig: Regenerative Energien lohnen sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

Feststehende Größe bei allen Überlegungen rund ums Heizen ist die stetig aufwärts zeigende Preisspirale bei sämtlichen fossilen Brennstoffen, so der Referent. Anders als in der Vergangenheit, etwa bei Ölkrisen, könne man auch nicht erwarten, dass diese Entwicklung sich umkehren werde.

Also wieder eine Bestätigung, aber das war ja zu erwarten. Das das ganze jedoch von einem Buderus Mann kommt, das hat mich kurzfristig verwundert. Dann kam die Erklärung:

Wollank gab einen Überblick über aktuelle Trends und erklärte Schlagworte wie Wärmepumpe, Blockheizkraftwerk, Stirling-Motor, Brennstoffzelle und vieles mehr. Geothermie wurde genauso mit Beispielen vorgestellt wie erfolgreich arbeitende Solaranlagen oder gänzlich energetisch unabhängige Gebäudekomplexe.

Da lassen sich für Buderus ja einige mögliche Geräte rausschlagen beim Verkauf an die Kunden. Und ein weiterer Teil ist interessant:

Lege man aber diese Kosten über die Lebensdauer pro Jahr um, ergeben sich meist die gleichen Kosten wie bei den Anlagen, die mit fossilen Brennstoffen laufen - und deren Preise steigen weiter. Darum plädierte Lothar Wollank eindringlich: “Entscheiden Sie sich für alternative Energien!”

Tja, … die Geräte sind allso erstmal teuer, aber dann lohnen sie sich doch. Also, aufgepasst, … es geht weiter.

Wie funktioniert eine Pelletsheizung?

Pellets sind eigentlich zusammengepresste Sägespähne, oder andere Abfälle. Klingt lustig, ist aber so. Das ist also eigentlich Müll, Abfall, und das ganze wird dann zu Wärme. Das ist doch mal nett. Im ganzen Land gibt es dann Fabriken die Müll trocknen, komprimieren und verpacken. In USA sind es ca. 60 Fabriken die über 600.000 Tonnen an Pellets pro Jahr produzieren. In USA kosten die dann ca. $150 pro Tonne, hier vielleicht €200.

Jetzt könnte man sagen: “1 Tonne Pellets? Das ist ja riesig? Wo tu ich die denn hin die Pellets?” Aber! Das ist nur ca. 1,2mx1,2mx1,2m. Das geht ja wohl oder nicht? Und wie schon gesagt, ist das eigentlich mal Müll gewesen, also tut man auch da noch was gutes, und zwar das der Müll nicht auf der Deponie landet sondern in der eigenen Garage, als Heizmittel.

Diese Pellets kommen dann in eine spezielle Heizung die diese verbrennt. Da Pellets nur 3-6% Flüssigkeit beinhalten, und nicht 30% wie normales Holz, verbrennen sie sehr viel sauberer und effizienter. Darüber hinaus sind sie sehr billig. Für ein neueres Einfamilienhaus, das vielleicht 16.000 kWh an Jahresbedarf hat, kommt man mit 4-6 Tonnen aus, was nach unseren obigen Preisen auf vielleicht 1000 EUR kommt. Das ganze wären dann 3×2x1,5m oder so. also nicht zuviel. Außerdem muss man ja nicht immer für ein Jahr Pellets für die Heizung kaufen. Werde das später nochmal genauer beleuchten.

Fragen zu Alternativen Heizsystemen

Der Markt ist riesig und somit wollte ich einfach mal euch da draußen fragen was ihr über Alternative Heizsysteme wissen wollt. Ich werde versuchen ein paar HowTos zu schreiben im Sinne von Solaranlagen, Pelletsheizungen und anderen, und dann den Markt genauer beobachten um zu finden was gerade heiß ist.

Ich bin gespannt was in dem ganzen Bereich noch kommt. Dirk hat da gerade mal einen interessanten Post geschrieben mit dem Titel “Die Angst vor der Natur der Zukunft” … hammer Titel dir. Das ganze regt auf jeden Fall zum nachdenken an. Was können wir tun? Bringt so eine alternative Heizung wirklich etwas oder nicht? Was will ich damit erreichen?

Also was habt ihr für Fragen, was soll ich analysieren und mal posten?

Wie funktioniert eine Solaranlage?

Eigentlich muss man das ganze in zwei Teile trennen. Zum einen die Photovoltaikanlage, welche für die Stromerzeugung zuständig ist, und den Solarkollektor der zur Wärmegewinnung nutzbar ist. Diesen zweiten Teil sollte man auch nicht vergessen wenn man über Solaranlagen nachdenkt. Sonne produziert nunmal Wärme, kennen wir ja vom Sonnenbaden. :)

Solch eine thermische Solaranlage ist aufgebaut aus einem Kollektor, einer Wärmeabnahmestelle und einer Reglung. Dazu kommt noch ein Speicher oder Akkumulator und bei Einspeisung des produzierten Stroms in Stromnetz ein Wechselrichter der den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt.

Dazu kann man noch sagen das der Stromgewinnungsanteil bei solchen Anlagen immer besser wird da wir in der Forschung immer bessere Effizienzwerte bei Solarzellen kommen. Ohne da jetzt genauer drauf einzugehen, muss man sich einfach bewusst sein das bei der Umwandlung von Sonnenenergie in Solarenergie noch unglaublich viel verloren geht.

Warum alternative Heizsysteme jetzt attraktiv werden

Plötzlich hört man immer mehr von alternativen Heizsystemen wie Wärmepumpen, Solaranlagen, Niedertemperaturkessel oder Pelletsheizungen, um nur ein paar zu nennen. Wo kommt das ganze Thema denn jetzt nun her?

  • In den 90ern waren die Energiekosten mehr oder minder stabil.
  • Seit 2000 sind diese Heizkosten aber stark gestiegen.
  • Die Energieeinsparverordnung (EnEV) soll für bessere Energiestandards für Gebäude sorgen, was nebenbei natürlich die Energiekosten senken würde.

Somit werden Alternativen zu den alten Systemen wie Öl- oder Gas-Heizungen allein schon deshalb interessanter weil es wirtschaftlich sinnvoll ist, und dazu kommen noch staatliche Förderungen oder Verpflichtungen für bessere Heizsysteme, bzw effizienteres Heizen.

Warum alternative Heizsysteme

Tja, das ist mal ne gute Frage. Dann wiederrum brauch man nur seine Gasrechnung ansehen und weiß das man da eigentlich etwas tun sollte. Mit dem Thema werden wir uns hier mal etwas genauer beschäftigen. Was gibt es an alternativen Heizsystemen? Was kann man machen, was nicht? Was wird gefördert und was nicht? Fragen über Fragen. Die Antworten kommen.